ANGEBOTE

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Termin: montags, 15.15 - 17.00 Uhr 

Ort: Bibliothek                                                                                        

Leitung: Jan Giebeler / Silke Gaube

Über uns

Die Theater-AG der Mittel- und Oberstufe des Hilda-Gymnasiums besteht seit Herbst 2010 und steht in diesem Schuljahr unter der Leitung von Herrn Giebeler und Frau Gaube. Einmal in der Woche sind all jene Schauspielerinnen der Jahrgangsstufen 9-10 sowie der Kursstufe willkommen, die für alles, was es auf, vor und hinter der Bühne zu tun gibt, Interesse haben.

Ein Schuljahr in unserer Theatergruppe gliedert sich in zwei Phasen: Am Anfang steht, losgelöst von Texten oder einem festen Stück, das Kennenlernen in der Gruppe und das Sich-Selbst-Ausprobieren im freien Spiel im Vordergrund: Wie wirke ich auf der Bühne, auch ohne Sprache? Was kann ich mit meiner Gestik, Mimik, meinem Gang, meiner Körperhaltung ausdrücken? Wie kann ich ohne Worte in Beziehung zu anderen treten, bestimmte Gefühle ausdrücken? Wie hilft mir dabei meine Position bzw. meine Bewegung im (Bühnen-) Raum?

Doch was wäre die Theater-AG, was wäre all die harte Arbeit, ohne ein Publikum, das das entfachte „Rampenfieber“ in einer Inszenierung zu sehen bekommt? Daher arbeiten wir in jedem Schuljahr an einem Stück, das dann im Kupferdächle in Pforzheim zur Aufführung kommt.

Neben unserer einmal in der Woche stattfindenden regulären Probe (im Moment montags von 15.00 bis 16.30 in Raum 1.313 oder in der Aula) gibt es auch immer ein bis zwei Probenwochenenden, bei denen nicht nur viel gelacht, sondern nebenbei auch intensiv geprobt, das Make-up ausprobiert und alles Notwendige für die Ausstattung des Stückes besorgt, gebastelt, gebaut, geklebt … wird.

Interesse? Dann schau doch einfach mal vorbei. Auch im laufenden Schuljahr sind neue Gesichter (und Zuschauer) immer willkommen!

 


 

Produktionen

Schuljahr 2016/17: nach Friedrich Schiller "Die RäuberInnen"
Schuljahr 2015/16: Gotthold Ephraim Lessing „Nathan der Weise"
Schuljahr 2014/15: Johann Wolfgang von Goethe „Faust"
Schuljahr 2013/14: Georg Büchner „Puppen sind wir ..."
Schuljahr 2012/13: Alan Ayckbourn „Ein komisches Talent"
Schuljahr 2011/12: William Shakespeares „Was ihr wollt“
Schuljahr 2010/11: Ödön von Horvaths „Himmelwärts“

 


Schuljahr 2016/17: Friedrich Schiller „Die Räuber.innen"

 

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THILDA nahm sich im Schuljahr 2016/17 einen weiteren Klassiker der Weltliteratur zur Brust. Nach „Faust 1.0“ und „Nathan der Weise“ standen nun „Die Räuber“ auf dem Programm. Oder doch „Die Räuberinnen“? Jedenfalls spielten eindeutige Geschlechterzuordnungen in dieser Inszenierung bewusst eine untergeordnete Rolle…

Zum Stück:

Maximilian von Moor, ein alternder Graf, ist Vater zweier ungleicher Söhne: Da ist zum einen Karl, der geliebte Erstgeborene, ein vergnügungssüchtiger Lebemann, der sein Studium in der Ferne nuDSCF6258tzt, um über die Stränge zu schlagen. Zu Hause bleibt Franz, der ungeliebte Zweitgeborene, bei dem der Liebesentzug seines Vaters und die dauerhafte Ungleichbehandlung einen tiefen Hass auf seinen Bruder entstehen lassen. Diesen versucht er denn auch, durch eine Intrige bei seinem Vater in Misskredit zu bringen und ihn zu verleumden. Zunächst geht dieser Plan auf: Karl wird von seinem Vater verstoßen, woraufhin Karl alle gesellschaftlichen Regeln über Bord wirft und sich zum Oberhaupt einer studentischen Protestbewegung ernennen lässt. Doch der Übergang von Protest zu Raub und Mord lässt nicht lange auf sich warten. Karl verstrickt sich immer tiefer in ein Netz von Schuld und Sünde.

Unterdessen versucht Franz, Karls Geliebte Amalia zu erobern, doch diese erweistDSCF6205 sich als widerstandsfähiger denn erwartet. Aus Sehnsucht nach Amalia beschließt Karl, verkleidet als Graf, das Schloss seines Vaters aufzusuchen. Die Erkenntnis, dass Amalia ihn immer noch liebt, lässt in Karl Hoffnung aufkeimen. Doch kann es für ihn, den Terroristen, den Outlaw, ein Zurück in die gesellschaftliche Ordnung geben?

Schiller vollendet sein Erstlingswerk mit 22 Jahren, als Stürmer und Dränger, dreht sich doch alles darum, auszubrechen aus gesellschaftlichen Zwängen und gesellschaftliche Missstände zu proklamieren.

Und ganz unbekannt dürfte uns das Aufbegehren gegen eine schwache und ignorante Väter- bzw. Elterngeneration nicht sein, denn auch im 20. Jahrhundert kommt es zu einer solchen Protestwelle der jungen Generation, aus deren Kreis eine terroristische Vereinigung erwächst, die Deutschland jahrzehntelang in Atem halten wird.

Und heute? Grund zu protestieren gäbe es genug: Rechtspopulistische Parteien stellen Europa vor die Zerreißprobe, ein Autokrat gestaltet die Türkei nach seinem Gutdünken um, die stärkste Militärmacht der Welt hat sich für den schlechtesten aller Präsidenten entschieden, der Islamische Staat mordet und zerstört unbeirrt weiter, der Kriegszustand in Syrien scheint auf Jahre zementiert und von einer völkerrechtswidrig annektierten Krim spricht heute fast niemand mehr…

 

 


Schuljahr 2015/16: Gotthold E. Lessing „Nathan der Weise"

Nathan der Weise

Theater macht Ah! – Theaterpremiere im Kupferdächle

Die Mittel- und Oberstufentheatergruppe des Hilda-Gymnasiums spielt Lessings „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1778 und zeigt: Dieses Stück ist aktueller denn je.

Wir sehen die Welt von oben wie jener Astronaut im Videoclip von Sido, so beginnt die Inszenierung von „Nathan der Weise“. Es gibt keine Grenzen. Die von Menschen gemachten Grenzen, sowohl die auf den Landkarten als auch die in Köpfen, gilt es zu überwinden. Damit ist die Marschrichtung der Hilda-Premiere am 8. Juli 2016 im Kupferdächle schon zu Beginn klar: Toleranz überwindet Grenzen. Begleitet von Sidos Song kommt Nathan, leger und zeitlos in Anzug und Hut gekleidet, von einer längeren Geschäftsreise nach Jerusalem zurück, parkt die Kamele und entlädt seine kostbaren Waren, nur um vom tüchtigen Kindermädchen Daja (Clarissa Schweizer) zu erfahren, dass seine Tochter Recha (Georgie Feil) in seiner Abwesenheit bei einem Brand fast ums Leben gekommen wäre. Gerettet wurde sie von einem mysteriösen Tempelherrn, also einem Angehörigen des christlichen Ritterordens im Morgenland. Auf den Dank der schönen Recha und ihres einflussreichen Vaters Nathan legt er aber keinen Wert. Der Tempelherr haust in einem Zelt vor den Toren des Sultanspalasts und wartet auf seine Anerkennung, quasi als politischer Flüchtling, abhängig von der Gnade des muslimischen Herrschers. Schon sind die knapp 100 Zuschauer im Pforzheimer Kupferdächle in der aktuellen Weltpolitik gelandet, wo die einen in Zelten aufs Überleben hoffen und die anderen sich um die Macht streiten. In „Nathan der Weise“ spielt Sultan Saladin (Benjamin Rosbach) gern unbekümmert mit seiner raffinierten Schwester Sittah (Carlotta Strümper) eine Partie Schach, auf der Bühne wunderbar erfrischend mit echten hüpfenden Springern und aufgezogenen Bauern inszeniert.

Um dem Retter seiner Tochter doch den gebührenden Dank zukommen zu lassen, spricht der Jude Nathan beim Sultan vor. Dieser regiert das multireligiöse Jerusalem, das zuvor schon mal von Juden und dann von Christen beherrscht wurde. Nathan, der aufgrund seiner Klugheit der Weise genannt wird, will auch herausfinden, ob der Retter seiner adoptierten Tochter Recha in Wahrheit deren verschollener Bruder Comrad sei. Dieser ist ebenfalls ein Christ, wie die Tochter des Weisen, die der jüdische Kaufmann vor 18 Jahren als Waisenkind angenommen hat, nachdem seine eigene Familie von religiösen Fanatikern grausam ermordet worden war. Die Genealogie, also die Abstammung der einzelnen Familienangehörigen, die, wie sich herausstellt, alle irgendwie miteinander verwandt sind, wird von der Theater AG des Hildas für den leicht überforderten Zuschauer mittels origineller Zeichnungen, präsentiert von einem sehr charmanten Nummerngirl (Valentina Markovic), im Stil einer Wissenssendung für Kinder eingespielt.

Überhaupt kein Kinderspiel ist dieses anspruchsvolle Stück für Schauspieler einer Schülertheatergruppe. Nicht so für diese Truppe, die spielt wie Profis, angeleitet von Silke Gaube und Jan Giebeler, die in dieser Inszenierung rein gar nichts dem Zufall überlassen. Furios peppen sie den schwierigen Text mit überraschenden Regieeinfällen auf und machen so das eigentlich politische und an unseren Verstand appellierende Stück auch zu einem Vergnügen.

Eigentlich wollte Nathan den Sultan mit einem Geldgeschenk davon überzeugen, seinen Gefangenen, den Tempelherrn, freizulassen, stattdessen konfrontiert ihn der Sultan mit der Frage nach der wahren Religion. Sven Bettinga spielt den weisen Nathan, dem es gelingt, auf die durchaus schwierige Frage im Dreireligionengebiet Jerusalem die richtige Antwort zu finden: Du musst dich deines Gottes würdig zeigen durch das rechte Leben. Diese Antwort demonstriert er dem verunsicherten Sultan, lakonisch gespielt von Benjamin Rosbach, mit einer eindrucksvollen pantomimischen Darstellung der berühmten Ringparabel. Nun muss Nathan nur noch dem verliebten Tempelherrn, den Fionn Schrauth zwischen Wut, Resignation und leidenschaftlichen Gefühlen changierend gibt, und der schwelgenden Recha klarmachen, dass sie Geschwister sind. Der in der Hilda-Inszenierung doppelköpfig dargestellte Patriarch, die in einen roten Rock gezwängten Aline Gengenbach und Valerie Penkowski, weiß auch keine Antwort auf Nathans Frage, wie mit der verzwickten Situation, dass seine Tochter in Wahrheit eine Christin ist, umzugehen ist. Der christliche Patriarch verrät nur seine Doppelzüngigkeit, indem er bzw. sie jedes Mal zusammenzuckt, wenn das Wort Jude erwähnt wird. Zum Glück tritt da auch mal der Autor selbst, Gotthold Ephraim Lessing (Felix Kleiser), mit rotem Künstlerschal in schwarzem Anzug auf und klärt die Unwissenden souverän darüber auf, was es mit dem ganzen Verwirrspiel auf sich hat: Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz, damals wie heute, sind völlig fehl am Platz. Bedient euch lieber eures Verstandes, so wie es die Aufklärung, die philosophische Richtung des 18.Jahrhunderts, fordert.

Ein bisschen Gefühl darf dennoch sein, wenn sich am Ende das Liebes- als Geschwisterpaar entpuppt und alle schwören, fortan in Frieden zu leben, weil sie etwas gelernt haben: „Das Blut allein macht lange noch den Vater nicht“, wie der Sultan inzwischen weise erkennt. Eine schöne Schlussszene vor dem mit wenigen Mitteln, aber großen Effekten zeit- und ortlos gestalteten Bühnenbild, das mit Ideen von Kunstlehrer Florian Adler sowie den perfekt eingespielten Ton-, Video- und Lichtsequenzen der Technikcrew, zeigt, dass bei dieser Gruppe wirklich alles stimmt. Wirklich alles, auch das attraktive von Isabell Eppinger gestaltete Plakat.

Nach einem sehr langen Applaus lobt Schulleiterin Edith Drescher Schauspieler und Regie, denn die Komik müsse man im „Nathan der Weise“ schon suchen, aber Bühnenpräsenz und Stimmgewalt der Schauspieler, deren langjährige Spielerfahrung jetzt Früchte zeitigte, sowie der Ansatz, einen Klassiker leicht, aber nie seicht zu machen, harmonierten auf geniale Weise. Die Aktualität der Botschaft des Stückes bleibt dabei keineswegs in den humorvollen, teilweise ins Derbe neigenden Ideen hängen. Nur über eine Sache ist man als Zuschauer am Ende traurig: Neun der dreizehn großartigen Schauspieler verlassen mit dem Abi in der Tasche die Theatergruppe. Mögen die weisen Regisseure auch darauf eine Antwort finden.

(Sonja Kinck)


 

 Schuljahr 2014/15: Johann Wolfgang von Goethe „Faust"

Goethe

 

 

Faust.01. Der Tragödie erster Teil

 

 

Es beginnt mit einer Wette: Der gefallene Engel Mephisto, eigentlich dafür zuständig, die Menschen zu plagen, findet keinen Gefallen mehr an seiner Arbeit. Entweder haben die Menschen zu wenig Intellekt oder einen zu großen Glauben, um sie vom rechten Wege abzubringen. Den meisten gehe es aber ohnehin schon so schlecht, dass sogar Mephisto Mitleid mit ihnen hat. Wie soll da ein würdiges Opfer gefunden werden? Der Herr, seinem ehemaligen Lieblingsengel noch immer sehr zugetan, verweist ihn auf Faust, einen hochintellektuellen Wissenschaftler, der gerade in einer tiefen Lebenskrise steckt. Und so wird die Wette geschlossen zwischen Himmel und Hölle, die beide versuchen, Faust auf ihre Seite zu ziehen.

IMG Meph

Faust selbst hat alles Studierbare studiert, um zum Kern alles Wissens zu gelangen. Zu wissen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, wird zur Besessenheit. Sogar der Metaphysik, dem Übersinnlichen widmet sich Faust nun, um zur vollkommenen Erkenntnis zu gelangen. Manisch versucht er dabei, in seinem engen Spiegelkabinett durch irgendetwas Befriedigung zu erlangen, und sei es auch nur durch physische Aktion. Doch alle Versuche schlagen fehl, die übernatürlichen Kräfte belächeln ihn, den menschlichen Wurm. Vom Suizid halten ihn nur ein göttlicher Eingriff und eine vage Kindheitserinnerung ab.

Mephisto bietet dem lange in seinem Elfenbeinturm Isolierten nun irdisches Vergnügen an und Faust lässt sich darauf ein, auch wenn er bezweifelt, dass es Mephisto gelingen kann, seine innere Leere zu füllen. Letztlich siegen seine Neugierde und seine Überzeugung, die Wette nicht verlieren zu können: „Werd´ ich zum Augenblicke sagen: / Verweile Doch! du bist so schön! / Dann magst du mich in Fesseln schlagen, / Dann will ich gern zugrunde gehen!“

Faust Aucherbachs Keller

Nach dem Besuch der Hexenküche geistig und körperlich verjüngt zeigt sich Faust nun geleitet von menschlichen Trieben. Er wirft ein Auge auf Gretchen, ein junges, unschuldiges Mädchen aus einfachem Hause. Gerade ihre Unverdorbenheit reizt Faust und bringt Mephisto an die Grenze seiner Möglichkeiten. Faust reißt Gretchen unbedacht und rücksichtslos aus ihrer engen, von tiefer Religiosität geprägten Welt, deren Normen sie aufgrund tiefempfundener, wahrhaftiger Liebe überschreitet. Die Konsequenzen dieser Überschreitung lassen Gretchens Welt brutal einstürzen.

 Gretchen


 

Schuljahr 2013/14: Georg Büchner „Puppen sind wir ..."

In unserer selbst zusammengestellten literarischen Collage haben wir uns in diesem Jahr dem Gesamtwerk des mit 23 Jahren viel zu jung verstorbenen Dichters Georg Büchner (1813-1837), der den Abiturienten vor allem durch sein Revolutionsdrama „Dantons Tod“ ein Begriff ist.

Danton

Im Zentrum des Abends stand Büchners Fatalismus-Gedanke, der Glaube daran, dass sich das Rad der Geschichte und des Lebens erbarmungslos dreht und die Gestaltungsmacht des Einzelnen dem puren Zufall ausgesetzt ist.

Büchners Dramen-Figuren reagieren auf diese Erkenntnis höchst unterschiedlich: Der Revolutionär Danton zergeht sich in Sarkasmus, während sein Gegenspieler Robespierre   den Gedanken (nocDanton2h) beiseite schiebt. Prinz Leonce aus Büchners einziger Komödie „Leonce und Lena“ verfällt der entsetzlichen Langeweile, Prinzessin Lena gefällt sich in der Rolle der Todessehnsüchtigen. Der Soldat Woyzeck, die geschundene Kreatur in Büchners gleichnamigem Drama, wird von allen Seiten unter physischen wie psychischen Druck gesetzt, so dass er seine aufgestauten Aggressionen letztlich gegen die Einzige richtet, die ihm ein privates Aufatmen gestatten könnte.

Leonce LenaWoyzeck

 

„Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!“- Dantons Erkenntnis seiner eigenen Ohnmacht lässt ihn ruhig werden...


 

Schuljahr 2012/13: Alan Ayckbourn „Ein komisches Talent"

theatercoverneu (1) verklAm Studioset der Soap "Herzen in Weiß" ist jeder (künstlerische) Anspruch verloren gegangen: Es wird eine Serie nach der anderen gedreht, allein die Zuschauerzahlen entscheiden darüber, wie es weitergeht, welche Charaktere sterben und welche neu hinzukommen, und alle Rollen werden von sogenannten "Aktroiden", d.h. computergesteuerten Schauspielerrobotern gespielt, deren Technik allerdings längst veraltet ist. Doch während die meisten Aktoriden nur ein "Vokalproblem" haben, tanzt eine von ihnen völlig aus der Reihe: JCF 31333 neigt zu unkontrollierten Lachanfällen und interpretiert ihre Rolle als Krankenschwester auf ihre ganz eigene Art. Während Regisseur Chandler darauf mit Wutanfällen reagiert, erkennt der aufstrebende Filmassistent Adam darin ein wahrhaft komisches Talent. Die beiden verlieben sich ineinander und gehen auf eine turbulente Reise in die Realität, die nicht nur JCFs Programmierung durcheinander bringt...

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Schuljahr 2011/12: William Shakespeare „Was ihr wollt“

plakat-2012-was-ihr-wolltWer hat nicht schon einmal davon geträumt, ein anderer zu sein? Wie viel Spaß würde es uns bereiten, einmal nicht der Schüler sondern der Lehrer zu sein? Wie wäre es, einmal Chef zu sein? Einfach die Welt auf den Kopf zu stellen? Diesen und anderen Fragen widmete sich die Theater-AG im Schuljahr 2011/12 bei der Inszenierung von Shakespeares Verwechslungskomödie „Was ihr wollt“.

 

 

 In dem unbestimmten Land „Illyrien“, einer Wortverschmelzung aus „Idylle“ und „Illusion“, ist kaum eine Figur die, die sie zu sein scheint. Die adlige junge Dame Viola strandet hier nach einem Schiffbruch und löst einen wahren Karneval des Sich-Verstellens aus. Sie arbeitet als Mann verkleidet am Hof von Orsino. Für ihn muss sie Liebesbotschaften zur angebeteten Herzogin Olivia bringen. Dass das nicht lange gut gehen kann, wird sich nicht nur der Shakespearekenner denken. Olivia verliebt sich in den Liebesbriefträger Viola, diese (Frau!) wiederum findet Gefallen am Briefe schreibenden Herzog. Doch allein bei diesen Verwicklungen bleibt es nicht…

theat-2012-01Hier taucht Sebastian, der nach dem Schiffbruch verschollene Zwillingsbruder Violas, wieder auf. Dort stellen die Saufgelage des partysüchtigen Toby selbst Abimoves in den Schatten. Wenig zu lachen hat allerdings der spießige Malvolio, der gern für Zucht und Ordnung sorgen würde und sich so nicht gerade beliebt macht. Sein Widersacher Toby verwandelt ihn gar in einen lächerlichen Lustmolch.

theat-2012-02Am Ende wird der Liebes- und Verwechslungsreigen aufgelöst: Die Hochzeitsglocken läuten für verschiedene Paare, denn „das ist es doch, was ihr alle wollt“, stellt Fabiana, die Dienerin von Herzogin Olivia, treffend fest.

theat-2012-03Es wäre aber nicht Shakespeare, wenn es einfach nur ums „Wer-kriegt- wen“ ginge. Wie der Titel schon sagt, geht es auch darum, was wir wollen: Um unsere Sehnsüchte, Wünsche und Träume, in einer Welt, die chaotisch ist. Wir können uns verstellen, Identitäten sind in Zeiten von facebook leicht zu manipulieren. Regellosigkeit, Verlust von eindeutigen moralischen Standards, Grausamkeiten im Umgang miteinander und nicht zuletzt enttäuschte Liebe sind im 21. Jahrhundert mindestens so aktuell und relevant wie zu Beginn des 17. Jahrhundert, als das Stück uraufgeführt wurde.


 

Schuljahr 2010/2011: Ödön von Horvaths „Himmelwärts“

 

plakat-2011-himmelwaertsDie Schüler/innen der Theater-AG der Mittel- und Oberstufe am Hilda-Gymnasium konnten  im Schuljahr 2010/11 anhand von Ödön von Horvaths „Himmelwärts“ ihre neu erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellen.

In diesem Stück entscheidet sich der junge, aber erfolglose Opernsopran Luise Steinthaler, den Verlockungen der Hölle nachzugeben und ihre Seele für den Ruhm auf der Bühne zu verkaufen. Als Luise jedoch, gezeichnet von den dunklen Seiten ihrer Vereinbarung mit dem Fürst der Finsternis, sich nicht mehr an ihrem Erfolg erfreuen kann und sich wünscht, den Vertrag nie unterzeichnet zu haben, muss der Teufel, der sich zunächst ein romantisches Tête-à-tête mit der feschen Luise erhofft hatte, den Kontrakt lösen und somit Luises Weg zu einem irdischen Glück jenseits teuflischer Machenschaften freigeben.

teufel-klNicht nur die Pforzheimer Zeitung  war der Meinung, dass das Stück beim Publikum „‘teuflisch‘ gut ankam“ (zum Artikel in der PZ) und, dass man den Schauspieler/innen „den Genuss am Schauspielern eindeutig an[sah]“, und so konnte die frisch gebackene AG am Ende des Schuljahres auf ein gelungenes Debut zurückschauen.

 

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