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Schuljahr 2016/17: Friedrich Schiller „Die Räuber.innen"

 

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THILDA nahm sich im Schuljahr 2016/17 einen weiteren Klassiker der Weltliteratur zur Brust. Nach „Faust 1.0“ und „Nathan der Weise“ standen nun „Die Räuber“ auf dem Programm. Oder doch „Die Räuberinnen“? Jedenfalls spielten eindeutige Geschlechterzuordnungen in dieser Inszenierung bewusst eine untergeordnete Rolle…

Zum Stück:

Maximilian von Moor, ein alternder Graf, ist Vater zweier ungleicher Söhne: Da ist zum einen Karl, der geliebte Erstgeborene, ein vergnügungssüchtiger Lebemann, der sein Studium in der Ferne nuDSCF6258tzt, um über die Stränge zu schlagen. Zu Hause bleibt Franz, der ungeliebte Zweitgeborene, bei dem der Liebesentzug seines Vaters und die dauerhafte Ungleichbehandlung einen tiefen Hass auf seinen Bruder entstehen lassen. Diesen versucht er denn auch, durch eine Intrige bei seinem Vater in Misskredit zu bringen und ihn zu verleumden. Zunächst geht dieser Plan auf: Karl wird von seinem Vater verstoßen, woraufhin Karl alle gesellschaftlichen Regeln über Bord wirft und sich zum Oberhaupt einer studentischen Protestbewegung ernennen lässt. Doch der Übergang von Protest zu Raub und Mord lässt nicht lange auf sich warten. Karl verstrickt sich immer tiefer in ein Netz von Schuld und Sünde.

Unterdessen versucht Franz, Karls Geliebte Amalia zu erobern, doch diese erweistDSCF6205 sich als widerstandsfähiger denn erwartet. Aus Sehnsucht nach Amalia beschließt Karl, verkleidet als Graf, das Schloss seines Vaters aufzusuchen. Die Erkenntnis, dass Amalia ihn immer noch liebt, lässt in Karl Hoffnung aufkeimen. Doch kann es für ihn, den Terroristen, den Outlaw, ein Zurück in die gesellschaftliche Ordnung geben?

Schiller vollendet sein Erstlingswerk mit 22 Jahren, als Stürmer und Dränger, dreht sich doch alles darum, auszubrechen aus gesellschaftlichen Zwängen und gesellschaftliche Missstände zu proklamieren.

Und ganz unbekannt dürfte uns das Aufbegehren gegen eine schwache und ignorante Väter- bzw. Elterngeneration nicht sein, denn auch im 20. Jahrhundert kommt es zu einer solchen Protestwelle der jungen Generation, aus deren Kreis eine terroristische Vereinigung erwächst, die Deutschland jahrzehntelang in Atem halten wird.

Und heute? Grund zu protestieren gäbe es genug: Rechtspopulistische Parteien stellen Europa vor die Zerreißprobe, ein Autokrat gestaltet die Türkei nach seinem Gutdünken um, die stärkste Militärmacht der Welt hat sich für den schlechtesten aller Präsidenten entschieden, der Islamische Staat mordet und zerstört unbeirrt weiter, der Kriegszustand in Syrien scheint auf Jahre zementiert und von einer völkerrechtswidrig annektierten Krim spricht heute fast niemand mehr…

 

 

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