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 Schuljahr 2014/15: Johann Wolfgang von Goethe „Faust"

Goethe

 

 

Faust.01. Der Tragödie erster Teil

 

 

Es beginnt mit einer Wette: Der gefallene Engel Mephisto, eigentlich dafür zuständig, die Menschen zu plagen, findet keinen Gefallen mehr an seiner Arbeit. Entweder haben die Menschen zu wenig Intellekt oder einen zu großen Glauben, um sie vom rechten Wege abzubringen. Den meisten gehe es aber ohnehin schon so schlecht, dass sogar Mephisto Mitleid mit ihnen hat. Wie soll da ein würdiges Opfer gefunden werden? Der Herr, seinem ehemaligen Lieblingsengel noch immer sehr zugetan, verweist ihn auf Faust, einen hochintellektuellen Wissenschaftler, der gerade in einer tiefen Lebenskrise steckt. Und so wird die Wette geschlossen zwischen Himmel und Hölle, die beide versuchen, Faust auf ihre Seite zu ziehen.

IMG Meph

Faust selbst hat alles Studierbare studiert, um zum Kern alles Wissens zu gelangen. Zu wissen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, wird zur Besessenheit. Sogar der Metaphysik, dem Übersinnlichen widmet sich Faust nun, um zur vollkommenen Erkenntnis zu gelangen. Manisch versucht er dabei, in seinem engen Spiegelkabinett durch irgendetwas Befriedigung zu erlangen, und sei es auch nur durch physische Aktion. Doch alle Versuche schlagen fehl, die übernatürlichen Kräfte belächeln ihn, den menschlichen Wurm. Vom Suizid halten ihn nur ein göttlicher Eingriff und eine vage Kindheitserinnerung ab.

Mephisto bietet dem lange in seinem Elfenbeinturm Isolierten nun irdisches Vergnügen an und Faust lässt sich darauf ein, auch wenn er bezweifelt, dass es Mephisto gelingen kann, seine innere Leere zu füllen. Letztlich siegen seine Neugierde und seine Überzeugung, die Wette nicht verlieren zu können: „Werd´ ich zum Augenblicke sagen: / Verweile Doch! du bist so schön! / Dann magst du mich in Fesseln schlagen, / Dann will ich gern zugrunde gehen!“

Faust Aucherbachs Keller

Nach dem Besuch der Hexenküche geistig und körperlich verjüngt zeigt sich Faust nun geleitet von menschlichen Trieben. Er wirft ein Auge auf Gretchen, ein junges, unschuldiges Mädchen aus einfachem Hause. Gerade ihre Unverdorbenheit reizt Faust und bringt Mephisto an die Grenze seiner Möglichkeiten. Faust reißt Gretchen unbedacht und rücksichtslos aus ihrer engen, von tiefer Religiosität geprägten Welt, deren Normen sie aufgrund tiefempfundener, wahrhaftiger Liebe überschreitet. Die Konsequenzen dieser Überschreitung lassen Gretchens Welt brutal einstürzen.

 Gretchen

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