ANGEBOTE

Die Förderung der sozialen Kompetenz ist ein Schwerpunkt schulischen Handelns.
Dazu führen wir mit unseren Schülerinnen und Schülern im 8. bzw. 9. Schuljahr ein Sozialprojekt durch. Es wird begleitet von den Lehrerinnen und Lehrern der Fächer Religion und Ethik.

 sozial

Im Leitbild des Hilda-Gymnasiums verpflichten wir uns dazu beizutragen, dass Schüler sich als selbstverantwortliche und selbstbewusste Mensch erfahren können. Unsere Schule als geschützter Lern- und Lebensraum, in dem die Schüler soziale Kompetenzen lernen und weiterentwickeln, ein Ort der Vorbereitung auf das Leben in unserer Gesellschaft vermittele das Bewusstsein, ein wesentlicher Teil dieser Gesellschaft zu sein und befähige dazu, in ihr Verantwortung zu übernehmen und Zivilcourage zu zeigen.


Dieser Verpflichtung möchten wir u.a. mit unserem gerecht werden, das die Schülerinnen und Schüler – begleitet von den Lehrerinnen und Lehrern der Fächer Religion und Ethik – in der 8. und 9. Klasse gestalten.


Ziel


Die Jugendlichen lernen sich als Menschen kennen, die Fähigkeiten besitzen, von denen andere profitieren können.
Sie erfahren Empathie, Respekt und Verlässlichkeit und üben diese im Umgang mit anderen.

Sie achten eigene Bedürfnisse, drücken sie aus und knüpfen Beziehungen zu Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Sie lernen soziale Einrichtungen und die in ihnen ausgeübten Berufe kennen und leisten selbst einfache soziale Dienste, die sie in einem Bericht reflektieren. So wächst ihr Vermögen, sich am Leben unserer Gesellschaft selbstverantwortlich und selbstbewusst zu beteiligen.

Weg


Nach einer Zeit intensiver Vorbereitung wählen die Schülerinnen und Schüler in Absprache mit den Lehrpersonen ihre Praktikumseinrichtung, bewerben sich vor Ort und sind dann für eine Woche im Praktikumseinsatz. In dieser Woche findet kein regulärer Unterricht statt. Am Ende des Projekts ist ausreichend Raum, um die Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen und kritisch zu beleuchten.


Schritte


1. Vorbereitung:
Im zweiten Halbjahr der 8. Klasse stehen zwei Wochenstunden für das Sozialprojekt zur Verfügung, in denen die Schülerinnen und Schüler durch Gespräche mit Experten verschiedene soziale Arbeitsfelder kennenlernen, soziale Einrichtungen in Pforzheim besuchen, ihre Einstellungen zu hilfsbedürftigen Menschen bedenken und schließlich entscheiden, wo sie selbst im Praktikum tätig werden wollen. Sie erstellen eine Bewerbungsmappe und führen ein Bewerbungsgespräch.


2. Praktikum:
Zu Beginn der 9. Klasse treten die Schülerinnen und Schüler ihr Praktikum an. Die teilnehmenden sozialen Einrichtungen ermöglichen ihnen einen Einsatz, der ihrem Alter entspricht und ihnen möglichst vielfältige Einblicke in den Tagesablauf gibt. Sie werden dabei von den Lehrerinnen und Lehrern begleitet.


3. Auswertung:
Nach dem Praktikum steht ein Block von mehreren Unterrichtsstunden zur Verfügung, um über das Praktikum mit seinen vielfältigen Erfahrungen und Befindlichkeiten ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus verfassen die Schülerinnen und Schüler einen Praktikumsbericht. Am Ende erhalten sie ein Zertifikat.

 

***

Experten zu Gast im Hilda-Gymnasium

Sozialpraktikum

Anette Regelmann, Brigitte Schäfer, Angelika Spragan und Carsten Schwarz im Gespräch mit Schülern der Klasse 8d

Im Hildagymnasium laufen die Vorbereitungen der 8. Klassen auf das Sozialpraktikum auf Hochtouren. Ein halbes Schuljahr lang können sich die Schülerinnen und Schüler hautnah und aus erster Hand über die vielfältigen Aspekte sozialer Arbeit in Pforzheim informieren.

„Es hat mir unglaublich viel Freude gemacht wieder dabei sein zu dürfen. Ich bin dankbar für diese Stunde mit den Jugendlichen, weil ich nicht nur gebe, sondern auch wirklich viel mitnehme. Schade, dass ich jetzt ein ganzes Jahr warten muss, bis ich wieder kommen kann.“ sagt Brigitte Schäfer von „miteinander – Pflegedienst am Park“. Gemeinsam mit drei weiteren „Experten“ stand sie am vergangenen Freitag den 28 Jugendlichen bei einer der vier Fragerunden zur Verfügung.

Insgesamt sechzehn Menschen waren in den letzten Wochen bereit, ihre wertvolle Zeit einzubringen, um sozialer Arbeit in Pforzheim ein Gesicht zu geben. „Unabhängig davon, wie viele Schüler bei uns ein Praktikum absolvieren werden, ist es uns wichtig, dass sie ein Stück der Lebenswelt von Menschen mit Behinderung kennenlernen“, erklärte Anette Regelmann, Ausbildungsleiterin beim Lebenshilfe Pforzheim + Enzkreis e.V., nachdem sie in viermal 15 Minuten mit allen Schülerinnen und Schülern der Klasse 8d gesprochen hatte. Beide sind schon mehrmals bei der Expertenrunde dabei gewesen.

Angelika Spragan, Leiterin der Kindertagesstätte der Christusgemeinde in Brötzingen und Förster Carsten Schwarz vom Wildpark hingegen bedanken sich, dass sie in diesem Jahr erstmals ihre Arbeit vorstellen konnten. „Die gut vorbereiteten Schüler waren sehr interessiert. Das Konzept, ihnen die Arbeit im sozialen Bereich schon möglichst früh durch Experten näher zu bringen, erachte ich als sehr sinnvoll, gerade auch im Hinblick auf eine erfolgreiche berufliche Weichenstellung.“

Weitere unverzichtbare Bestandteile des Vorbereitungsunterrichtes sind Exkursionen in soziale Einrichtungen, Bewerbungs- und Empathietraining sowie Interviews in sozialen Einrichtungen vor Ort. Neben einer Bewerbungsmappe erstellen die Jugendlichen in Kleingruppen Präsentationen zu selbst gewählten Einzelthemen.

„Der Unterricht ist interessant. Wir lernen Arbeitsfelder kennen, an die wir nicht gedacht hätten, trainieren 'nebenbei' für Bewerbungssituationen, lernen uns selbst besser kennen und üben das Präsentieren“ kommentieren die Schüler das Projekt.

Seit vielen Jahren ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen gewachsen, die immer wieder gern bereit sind, Hilda-Schülern einen Praktikumsplatz zur Verfügung zu stellen. Im Herbst werden sie die Jugendlichen eine Woche lang bei ihren vielfältigen Erfahrungen begleiten, die in einem ausführlichen Praktikumsbericht dargestellt werden.

Die Fachschaften Religion und Ethik danken allen Mitwirkenden, die dazu beitragen, dass sich die Schülerinnen und Schüler als Menschen erleben können, die mit ihren Fähigkeiten einen wertvollen Beitrag für die soziale Gemeinschaft leisten.

 

 

 

Besucherzähler

Besucher diesen MonatBesucher diesen Monat100000
Besucher seit 04/2016Besucher seit 04/20161423411
Besucher aktuell 66

       KONTAKT
Hilda-Gymnasium

Kiehnlestraße 25
D-75172 Pforzheim
07231-392361
Lage | Anfahrt | Impressum

Zum Seitenanfang