PERSONEN
UND GREMIEN

Das Musical "Trouble in the Jungle" (2012/13)

In diesem Schuljahr haben sich alle Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen der Herausforderung gestellt, gemeinsam ein Musical auf die Bühne zu bringen. In unterschiedlichen Projektgruppen haben sie fast ein ganzes Schuljahr hart darauf hingearbeitet, die Aula des Hilda-Gymnasiums in eine Dschungelwelt zu verwandeln und das Publikum mit Schauspiel, Tanz und Gesang zu begeistern. Und es ist gelungen! Lesen Sie hier den Bericht unserer Schülerzeitung "Undercover" zur Premiere.

  

Bertha Benz (2011/2012)

Bertha Benz, 1849 in Pforzheim geboren, gilt als Pionierin des Automobils: Mit ihrem unternehmerischen Geschick und finanziellen Einsatz ermöglicht sie ihrem Mann Carl, den sie 1872 heiratet, die Erfindung des Benz-Patent-Motorwagens. Durch ihre Probefahrt mit dem Prototyp Nr. 3 von Mannheim nach Pforzheim, die als erste erfolgreiche Fernfahrt mit dem Automobil gilt, kann sie 1888 die bestehenden Vorbehalte potentieller Kunden zerstreuen und damit den wirtschaftlichen Erfolg der Firma ermöglichen. Bertha Benz stirbt 1944 im Alter von 95 Jahren in Ladenburg.

Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen widmeten sich im Schuljahr 2011/12 der Person Bertha Benz in verschiedenen Projekten.

Bertha Benz - Balladen

"Dichtung und Wahrheit" fanden sich wieder im Balladenprojekt der Klasse 7c. Über einige Wochen haben die Schülerinnen und Schüler das Leben und Wirken von Bertha Benz recherchiert, sich mit dem Aufbau und Inhalt berühmter Balladen befasst, bevor sie schließlich selbst zu Balladendichtern wurden und sich der anspruchsvollen Aufgabe widmeten, selbst eine Ballade zu Bertha Benz zu schreiben und diese dann auch multimedial mit Film-, Präsentations- und Audioprogrammen am PC zu gestalten.

Bertha              eine Ballade von Zoë Zinser, 7c

Das Jahr 1849 man schrieb,
und die Arbeit des Vaters liegen blieb                                  
denn am 3. Mai war die Freude groß,
 als Bertha lag in Mutters Schoß.

Erfreut waren die Schwestern ebenfalls,
auch wenn Bertha schrie aus vollem Hals.
Denn so süß lag sie da mit wunderbar
dunkellockig glänzendem Haar.

Schon früh war sie eine starke Persönlichkeit
und versuchte nie zu zeigen ihren Neid,
denn wer als jüngstes Kind wurd‘ geboren ,
ging im Familienalltag schon mal verloren.

Viele Eigenschaften Berthas waren gut,
zu ihnen zählte vor allem  ihr Mut.
Sie bemühte sich immer fleißig zu sein,
doch trug sie noch lang keinen Heiligenschein.

Während der Treffen vom Gesangsverein
bei denen sie stets ging aus und ein,
lernte den jungen Carl sie kennen,
und konnte ihn schon bald ihren Verlobten nennen.

Nach drei glücklichen Jahren Verlobungszeit
war es letztendlich  auch soweit.
Stolz trug sie den Ring an ihrem Finger,
hieß nun Benz und nicht mehr Ringer.

Fünf Söhne hat sie zur Welt gebracht,
ein Wunder, dass sie immer noch lacht.
Denn im Hause Benz ging einiges schief,
weil die Arbeit des Vaters nicht so gut lief.

Carl arbeitete  damals an einem Motorwagen,
obwohl er wusste, was viele dazu  sagten.
Seine Ideen wurden zurückgewiesen,
weil die Leute sie gar nicht guthießen.

Um den Verkauf der Wagen anzukurbeln,
hörte man Bertha leise murmeln:
„Wir könnten zur Oma fahrn, nach Pforzheim,
doch besser, ich weihe nur zwei Söhne ein.“

Am 5. August war es schließlich so weit,             
auf der Straße kein Mensch  weit und breit.       
Im Morgengrauen brachen sie auf                          
und so nahm das Abenteuer seinen Lauf.               

Als Carl  später nichtsahnend erwachte,
er sich große Sorgen um Bertha  machte.
Richard und Eugen gingen zwar oft früh hinaus,
doch auch Bertha war nicht mehr im Haus.

Obwohl die Fahrt sehr anstrengend war,
stellte nichts für Bertha ein Hindernis dar.
Bei der Apotheke  in Wiesloch angelangt,
wurde  auch sogleich Ligroin getankt.

Doch die Antriebskette kurz vor Bruchsal
 knackte schon zum fünften Mal.
Und des Schmiedes Sohn, der kleine Bengel,
war dann der erste gelbe Engel.

Aber schon nach kurzer Zeit,
zeigte das Schicksal kein bisschen Mitleid.
Der Vergaser war verstopft und wollte nicht mehr-
deshalb  musste sofort eine  Hutnadel her.

Und sehr zu Berthas großem Bedauern
gab es viele wütende Bauern-
denn das dreirädrige Gefährt
erschreckte leider so manches Pferd.

Doch trotz der großen Unannehmlichkeit
waren dann am Mittag alle erfreut,
als man Pforzheim in der Ferne konnt erblicken
und Bertha wusste, ihr Kleid war nicht mehr zu flicken.

Nach 106 Kilometern war das Ziel erreicht-
und die Oma war vor Schrecken erbleicht.
Denn sie vertraute der Technik nicht,
der Wagen hatte ja noch nicht mal ein Licht!

Aber nach Kaffee und Kuchen
wollt´ sie dann doch eine Fahrt versuchen.
Und da die Leut‘ so neugierig waren,
durften die dann auch noch fahren.

Als aber der Carl benachrichtigt wurd‘,
sich seine ganze Wut entlud.
Er schrie und tobte und kochte,
bis der Nachbar gereizt an der Türe pochte.

Letztendlich sah er dann doch ein,
Bertha hatte die Verantwortung für sich allein.
So musste er auf ihre Rückkehr warten,
während die Kinder spielten im Garten.

Nach drei aufregenden Tagen dann
sehnte Bertha sich nach ihrem Mann.
Also wurde das Dreirad erneut erklommen,
und der Heimweg in Angriff genommen.

Damit endet, ob mans glaubt oder nicht,
zwar diese spannende Geschicht.
Doch die des Autos hat erst begonnen,
und dafür wird Bertha viel Lob bekommen.






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