WIR
ÜBER UNS

äbtissin Else Mayer, 1950

Förderin der Frauenbildung und des Frauenwohls

geboren am 21.2.1891 in Pforzheim
Pforzheimer Schmuckfabrikantentochter
gründete 1916 den Frauenorden „Erlöserbund“
gestorben am 27.April 1963 in Bonn

 


Else Mayer war die Tochter des Pforzheimer Schmuckfabrikanten Victor Mayer und seiner Frau Lina. In ihrer Heimatstadt besuchte sie die Höhere Töchterschule. Gemeinsam mit der gleichgesinnten Alexandra Bischoff gründete die tatkräftige Pforzheimerin 1916 den katholischen Frauenorden Erlöserbund (Congregatio Salvatoris Mundi), in den auch ihre nicht unerhebliche Mitgift einfloss. Dies ermöglichte den Kauf von repräsentativen Häusern in Bonn, Breslau und Köln. Hier fanden jedoch nicht nur das Kloster Platz, sondern auch vielfältige soziale Einrichtungen. Inspiriert von den Zielen der aufkommenden Frauenbewegung vertrat der Erlöserbund die damals provozierende Forderung nach „Frauenbildung und Frauenwohl“. Vor allem Studentinnen, allein erziehenden Müttern und deren Kindern, sowie allein stehenden alten Frauen galt der lebenspraktische Einsatz der Schwestern. Zur Entlastung berufstätiger Mütter betrieb die progressive Schwesterngemeinschaft einen Kindergarten, eine Haushaltsschule bot Mädchen aus einfachen Verhältnissen eine Berufsperspektive und Studentinnenheime unterstützen junge Frauen in der akademischen Männerwelt Fuß zu fassen. Der nicht nur bei Studentinnen beliebte Mittagstisch war im Volksmund als „Frommer Löffel“ bekannt.

 

Trotz zahlreicher Repressalien kämpfte Else Mayer jahrzehntelang in kirchlichen und politischen Kreisen für die Emanzipation der Frau. Ihr unermüdlicher Einsatz für Frauenrechte hat die Bonner Gesetzgebung positiv beeinflusst. Im Sinne der Gründerin wirkt die 2005 aus der Taufe gehobene „Stiftung Else Mayer“ mit ihrer jährlichen Preisvergabe weiter. Erste Preisträgerinnen waren Annette Schavan und Alice Schwarzer.

 

 

 

 

Gedenktafel

Am 21.04.2008 wurde von der Stadt Pforzheim am Hilda-Gymnasium eine Gedenktafel für Else Mayer angebracht, um ihren Einsatz für die Frauenbildung zu würdigen.

>>> zur Pressemitteilung in der PZ

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